Galopp reiten: Mit diesen Sitztipps endlich entspannter reiten!

Kennst du noch das Gefühl nach deinem ersten Galopp? Viele empfinden den Galopp als weich und homogen. Die Bewegungen des Pferderückens sind in der schnellsten Gangart weicher und langsamer.



Links- und Rechtsgalopp unterscheiden

Wir unterscheiden den Links- vom Rechtsgalopp. Du solltest immer gerade auf dem Pferd sitzen. Einzig der Körper ist leicht eingedreht, damit sich die innere Hüfte weiter nach vorne schiebt. Der innere, linke Schenkel treibt am Gurt beim Linksgalopp. Den rechten, äußeren Schenkel legen wir verwahrend etwas weiter hinter den Sattelgurt.



Auch wenn wir unsere innere Hüfte leicht nach vorn drehen, sollten wir niemals nach aussen schauen. Es ist hilfreich, wenn du deine äußere Schulter leicht nach vorn bewegst. Gehe ruhig mit der Bewegung deines Pferdes mit.

Was macht das Pferd im Galopp?

Der Galopp ist eine gesprungene Gangart im Dreitakt. Zunächst setzt dein Pony den hinteren, äußeren Huf auf. Dann folgt der Hinterfuß innen und der Vorderfuß außen – bevor der innere Vordfuß auf dem Boden landet. Danach folgt eine Schwebephase. In dieser Phase hebt dein Pony kurz mit allen Beinen vom Boden ab.

Die Galopparbeit ist ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Wir stärken die Schub- und Schnellkraft sowie die Muskulatur. Der Galopp ist auch für die Kondition wichtig, da jeder Sprung einem Atemzug entspricht. Wer also die Lungenfunktion trainieren möchte, setzt auf ein regelmäßig Galopptraining.

Diese Galopparten unterscheiden

  • Im Arbeitsgalopp springt dein Pony gleichmäßig und schwungvoll. Wir achten auf eine leichte Aufwärtstendenz und reiten frisch vorwärts.
  • Der Mittelgalopp entwickelt Raumgriff, was die Galoppsprünge vergrößert, aber nicht schneller macht. Die Aufwärtstendenz wird deutlicher.
  • Der versammelte Galopp ist anstrengend für dein Pony, denn es muss mit der Hinterhand stärker unterspringen. Dadurch nimmt dein Pony mehr Gewicht mit der Hinterhand auf. Erst in der L Dressur wird der versammelte Galopp gefordert.
  • Im starken Galopp werden die Sprünge am größten. Du solltest demnach auch die Aufwärtstendenz am deutlichsten spüren. Reiter in der M Dressur reiten den starken Galopp.
  • Ponys und Pferde im Renngalopp können eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h erreichen. Dennoch solltest du die Kontrolle über dein Pferd niemals verlieren.

Tipp No. 1 Achte auf deine Hände!

Einer der größten Fehler passiert schon mit unseren Händen. Viele Reiter – mich eingeschlossen – wirken zu stark mit der Hand ein und geben rückwärtstreibende Hilfen. Das führt zu einem festen Rücken, einem unstetem Maul und eine zu enge Kopf-Hals-Haltung.

Tipp No. 2 Treibe nicht so stark!

Dosiere deine treibende Hilfen. Zu aufwendiges und starkes Treiben macht jeden leichten und schwungvollen Galopp kaputt. Lerne deine Hilfen dosiert einzusetzen. So bleibt dein Pferd sensibel und wird nicht triebig.

Tipp No.3 Sitze ruhig!

Zu den Anfängerfehlern gehören Sitzfehler oder ein zu unruhiger Oberkörper, der dein Pony immer wieder aus dem Takt bringt. Das Ziel ist ein unabhängiger, lockerer Sitz in Mittelpositur (Quelle: FN Aktuell).

Tipp No. 4 Bewegungen fühlen

Lass dich von den Bewegungen deines Ponys mitnehmen. Schiebe deinen inneren Hüftknochen weiter nach vorn. Lass deine Schulter außen nicht zurückhängen und bleib im Oberkörper ruhig und aufrecht. So kann deine Hüfte nicht einknicken.

Tipp No. 5 Bauchmuskeln anspannen

Arbeite mit deinen Bauchmuskeln. Diese sind im Galopp richtig angespannt. Nur dann treibst du im Gleichgewicht und bleibst dabei aufrecht.

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