Vorhand verschieben beim Pferd

Gestern habe ich in meiner Trainingsstunde zum ersten Mal versucht, die Vorhand zu verschieben. Ganz ehrlich: Die Hilfengebung hat mich am Anfang überfordert. Ein Grund mehr, mich mit der Vorhandverschiebung etwas detaillierter auseinanderzusetzen.

Wir verschieben die Vorhand und die Hinterhand, um mehr Kontrolle über unsere Ponys zu bekommen. Laut Aussage meiner Trainerin kann ich eigentlich alles reiten, wenn sich die Vorhand und die Hinterhand verschieben lassen. Andernfalls ziehen wir unsere Ponys einfach nur um die Kurve und stellen sie nicht ordentlich.



Der Weg hin zu einer natürlichen Biegung

Vampi gibt sich sehr viel Mühe bei der Übung. Auf der rechten Hand fällt es ihm aber nicht leicht, sich zu biegen und zu stellen. Diesen Schritt müssen wir gemeinsam gehen. Er macht sich oftmals sehr fest, rennt vor dem Schenkel weg und versucht der Situation zu entfliehen.


Was lernen wir aus der Vorhandverschiebung?

Die Lerneffekte aus der Lektion Vorhand verschieben sind sehr kostbar. Denn das Pferd lernt, seine Schulter zu biegen und auf die reiterlichen Hilfen schnell und flexibel zu reagieren. Ich selbst trainiere die Koordination von Schenkel und Reiterhand. Dabei muss ich erst einmal lernen, wie es sich anfühlt, wenn mein Pferd seitwärts tritt. Wir trainieren also aktiv die Flexibilität der Vorhand unserer Ponys und die Stellung. So möchte ich erreichen, dass mein Pony auf meinen Schenkel weicht.

Vorhand verschieben vom Pferd aus

Wir können vom Boden die Vorhand und die Hinterhand verschieben. Mir geht es erst einmal um das Training auf dem Pferderücken. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen:

VORN UND HINTEN: Die Ellenbogen bleiben fest an der Hüfte und die Hand vorm Sattel.

WEICHE VERBINDUNG: Beide Hände bleiben vor dem Sattel und stehen weit auseinander. Mit den direkten Zügeln führen wir das Pferd und mit dem unterstützenden Zügel bleiben wir am Nacken. Wir dürfen mit den Händen niemals den Mähnenkamm kreuzen. Das ist die unsichtbare Grenze.

Stelle sicher, dass dein Gewicht auf der Hinterhand liegt. Damit befreist du die Vorhand, die ganz flüssig übertreten kann. Wir reiten also unser Pony in einem flotten Schritt und wenden auf eine Biegung ab. Dabei lassen wir die Hinterhand weichen und legen den Fuß an die Flanke. Damit können wir die Hinterhand verschieben.

  1.  Lass dein Pony in die bilaterale Biegung gehen.
  2.  Verlagere dein Gewicht nach hinten und öffnet die Hand.
  3.  Warte bis dein Pferd zum ersten Mal die Vorderbeine gekreuzt hat im Schritt.
  4.  Lass nun den Druck nach und kontrolliere, dass dein Pony nicht einfach nach vorn wegläuft.

 Lass die Züge sofort locker, sobald dein Pferd die Vorderbeine KREUZT.

Mit den Worten meiner Trainerin: Wir reiten in eine Wendung hinein, stellen den Zügel außen an den Hals und beginnen sanft mit den treibenden Hilfen am äußeren Bein. Dabei sollten wir niemals mit Druck arbeiten, sondern geduldig auf das Überkreuzen warten. Ich muss also lernen, das Kreuzen zu spüren und gleichzeitig korrekt die Hilfen zu geben, selbst wenn sich mein Pony festmacht.




  1. Jennifer

    Wenn du es vom Sattel aus machst, ist es keine Bodenarbeit *facepalm*

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