Mein Wochenende beim Nörten Hardenberg Burgturnier

Gestern Abend bin ich von einem beeindruckenden Wochenende in Nörten Hardenberg zurückgekommen. Schon im letzten Jahr habe ich das Burgturnier im Fernsehen verfolgt. da wollte ich dieses Jahr selbst dabei sein. Zu Weihnachten war die Überraschung perfekt. Meine Mom hat mir die Karten für das Nörten Hardenberg Burgturnier geschenkt.



Nörten Hardenberg Burgturnier –  goldene und silberne Peitsche

Wir haben es mit einem Traditionsturnier zu tun, das schon seit vielen Jahren auf dem Gelände rund um die Burg der Grafenfamilie stattfindet. Die Höhepunkte an dem Wochenende sind die Wettkämpfe um zwei Traditionspreise: die goldene und die silberne Peitsche.


Was steckt hinter dem Preis der goldenen Peitsche?

Tatsächlich haben wir es mit einer goldenen Peitsche zu tun, auf deren Griff die Namen der Gewinner und das Jahr verzeichnet sind. Wer die Peitsche zweimal hintereinander oder dreimal insgesamt gewonnen hat, darf sie am Ende behalten. Das ist bisher nur Felix Hassmann, 2016 und 2017, Hans-Günter Winkler 1955,19 5778 oder Denis Lynch 2014 und 2015 gelungen.

© Juliane Werner | Nörten Hardenberg Burgturnier

Wer hat die Goldene Peitsche gewonnen?

In diesem Jahr hat sich Markus Beerbaum den begehrten Preis geschnappt. Der Springreiter kommt aus Thedinghausen, was gerade einmal 15 Minuten entfernt von der Burg liegt. Das mag wohl nur ein Grund sein, warum er seit vielen Jahren so familiär verbunden mit dem Turnier ist. Er selbst war bei seiner Siegesrede sehr gerührt. Ein wirklich bitteres Ende nahm das Stechen für Michael Hughes. Der US Amerikaner war voll auf Siegeskurs, galoppierte dann aber am letzten Sprung vorbei. Ganz knapp hinter Markus Beerbaum war Markus Ehning platziert, dem schlussendlich nur ein paar Hundertstel zum Sieg fehlten.

Spannendes Wochenende auf dem Burgturnier

Das Championat am Abend zuvor konnte sich Marcus Ehning mit dem Sohn der Stute aus dem Preis der goldenen Peitsche sichern. Am Ende eines spannenden Wettkampfs war er der Einzige, der fehlerfrei aus dem Stechen ging und die Siegprämie von 9.900 € kassierte. Überraschungsplatzierte war Finja Bormann aus Hüddessum, der heimliche Publikumsliebling, die mit der kleinen Stute A Crazy Son of Lavina auf einem sensationellen Platz 2 landete. Für mich vollkommen überraschend war der Verzicht von Hassmann auf die Teilnahme beim Championat. Doch er hatte sich am Morgen kurzfristig anders entschlossen, als er bemerkte, dass sich sein Pferd nicht so wohl fühlte. Ich kann diese Entscheidung nur begrüßen.

© Juliane Werner | Nörten Hardenberg Burgturnier

Burgturnier in Nörten Hardenberg – tolle Tage bei großer Hitze

Wenn das Turnier auch schon am Freitag begonnen hat, sind wir erst am Samstag angereißt. Bei hitzigen Temperaturen habe ich innerhalb weniger Minuten einen schönen Parkplatz im Schatten gefunden. Dann ging es quer durch die Parkanlage hinunter zum Turnierplatz. Ich konnte nicht ahnen, wie viele Händler und Informationsstände uns dort begrüßten. Der breite Platz lag außerhalb der Arena im Schatten und bot für viele Zuschauer einen gelungenes Get Together.

Händler, Angebote und Preise auf dem Burgturnier

Auch wenn es für ausgiebige Shoppingtouren etwas zu heiß war, haben wir ein paar Runden gedreht. Erdbeerbowle, frisch gebackener Kuchen, Flammenkuchen, Eis, Frozen Joghurt und am Ende für mich eine neue Sommer Reitjacke von Spooks sowie viele sensationelle Eindrücke waren die Ausbeute eines tollen Wochenendes.

Die Preise waren human, so dass ich für ein normales Eis 3,00 bis 4,00 Euro bezahlte, für eine Portion Pommes gerade einmal 2,50 € und für einen Kaffee 1,50 € bis 2,50 €. Einzig und allein die gekühlten Getränke haben sich die Caterer etwas kosten lassen, so dass sich für einen halben Liter Apfelschorle 4,00 € Euro über den Ladentisch schob. Ich habe aber auf vielen anderen Messen, weitaus mehr aus dem Portmonee gezogen.

© Juliane Werner | Nörten Hardenberg Burgturnier

Highlight: Großes Feuerwerk in der Arena

Das große Feuerwerk, bei dem eigentlich alle Zuschauer in die Arena kommen dürfen, haben wir mit Absicht verpasst. Ich hatte keine Lust, mit den Massen zurück zum Parkplatz zu gehen. So haben wir direkt nach dem Nachtspringen unter Flutlicht unseren Heimweg angetreten.

Wer keine Lust hat mehr als 5 Stunden bis nach Aachen zu fahren, der sollte unbedingt mal nach Nörten Hardberg auf das Burgturnier kommen. Hier gibt es die Stars der Reitsportszene zum Anfassen und ein bestens organisiertes Turnier ohne Zeitverzögerungen und mit einem wirklich netten Service.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.