Trensen und Reithalfter ABC

Die Reittrense bezeichnen wir als Zaumzeug oder Zäumung, mit deren Hilfe wir unser Pony lenken und führen. Grundsätzlich setzt sich das Zaumzeug aus den Zügeln und dem Kopfteil zusammen. Nicht in jedem Fall kombiniert die Zäumung die Trense, das metallene Stück, das durch das Pferdemaul führt.

Woraus besteht die Reittrense?

Auch wenn wir umgangssprachlich von einer Trense sprechen und dabei das gesamte Kopfgestell meinen, ist das so nicht korrekt. Der Begriff bezieht sich nur auf das Mundstück bzw. das Gebiss.

Aufbau vom Zaumzeug

Das lederne Kopfgestell wirkt an den spezifischen Druckpunkten am Kopf des Pferdes ein. Jedes Zaumzeug besteht aus den folgenden Bauteilen, die sich z.T. auseinandernehmen lassen:

  • Stirnriemen
  • Genickstück
  • Reithalfter und Nasenriemen
  • Kehlriemen und Backenstück
  • Sperriemen
  • Trense und Zügel

Wir halten über die Reiterhand eine feine Verbindung zum Gebiss des Zaumzeugs, um unser Pony zu führen. Auf keinen Fall darf Kraft eingesetzt werden. Das verursacht ungeheure Schmerzen und macht ein leichtes und dynamisches Reiten unmöglich.

Zaumzeug richtig verschnallen

Stirnriemen und Genickstück bilden ein Team, denn der Stirnriemen verhindert ein Verrutschen des Genickstückes, das hinter den Ohren liegt. Die korrekte Lage wirkt sich auf den gesamten Halt des Zaunzeugs aus. Außerdem wirkt ein korrekt sitzender Stirnriemen einem zu hohen Gewicht entgegen, das andernfalls auf dem Genick liegen würde. Am Genickstück setzen die Backenstücke an. Hinter den Ganaschen verläuft der Kehlriemen, der verhindert, dass sich der Zaum selbstständig macht.

In den oben genannten Punkten gleicht sich das Kopfstück. Der eigentliche Unterschied entsteht zwischen den Reithalftern.

Die Reithalfter Arten in der Übersicht:

  • hannoversches Reithalfter
  • schwedisches Reithalfter
  • mexikanisches Reithalfter
  • englisches Reithalfter
  • kombiniertes Reithalfter
  • anatomisches Reithalfter

Hannoversches Reithalfter

Das hannoversche Reithalfter besteht aus einem Nasenriemen und zwei Backenstücken. Es sitzt vor dem Gebiss. Beim Anbringen sollten 3 bis 5 Finger zwischen Leder und Pferd passen. Gerade für Ponys solltet ihr auf dieses Reithalfter verzichten. Es sitzt oftmals viel zu tief, da sie kleinere Nüstern haben als Großpferde.

Englisches Reithalfter

Der Nasenriemen dieses Reithalfters verläuft hinter dem Gebiss unter dem Backenstück. Der Riemen sitzt circa 2 Finger breit unter dem Jochbein. Beim Verschnallen lässt du zwischen Leder und Pferd 2 Finger Platz. Gerade in Verbindung mit Kandare und Kinnkette ist dies die einzige Variante des Reithalfters.

Kommt beim englischen Reithalfter noch ein Sperriemen um das Maul herum, haben wir es mit einem englisch kombinierten Reithalfter zu tun. Bring den Sperrriemen sehr locker an.

Mexikanisches Reithalfter

Bei diesem Halfter sitzt am Nasenbein ein Lederknopf. Hier sind Sperriemen und Nasenriemen befestigt. Diese Variante kombiniert ein Fellpad und lässt deinem Pony maximale Nüsternfreiheit, was sich gerade im Leistungssport, im Gelände und beim Springen bezahlt macht.

Schwedisches Reithalfter

Der Unterschied zum englischen Reithalfter liegt im Zusatz einer Umlegeschnalle. Sie ist gepolstert und funktioniert wie ein Flaschenzug. Das soll eine angenehm gleichmäßige, punktuelle Druckverteilung gewährleisten.

Anatomischer Trensenzaum

Wir haben es mit einer Weiterentwicklung eines englisch kombinierten Reithalfters zu tun, für das ich mich auch entschieden habe. Der ergonomische Verlauf gewährt dem Pony maximale Freiheit und wirkt genau an den richtigen Punkten ein. Ich habe im Vergleich zur klassischen Zäumung eine Verbesserung feststellen können und kombiniere noch dazu Lamfell, das besonders schonend den Druck dämpft und einen angenehmen Sitz gewährleistet.

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in die Welt von Zaumzeug, Trense, Reithalfter und Co. vermitteln. Für welche Variante hast du dich entschieden?

 

 

 

 

 

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